Neue Heizung im Gebäudebestand – das müssen Sie wissen
Gesetzliche Anforderungen: Was gilt beim Austausch?
Die Entscheidung für eine neue Heizung im Bestand ist heute komplexer als früher. Gesetzliche Vorgaben, Fördermöglichkeiten und technische Optionen müssen zusammenpassen. Hier finden Sie den kompakten Überblick, wie Sie richtig vorgehen.
Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt schrittweise:
Neue Heizungen müssen perspektivisch 65 % erneuerbare Energien nutzen.
Für Bestandsgebäude bedeutet das:
- Es besteht kein sofortiger Austauschzwang. Alte Heizungen dürfen bis Ende 2044 weiter genutzt und repariert werden.
- Bei einem geplanten Tausch sollten Sie aber jetzt schon auf zukunftssichere Technik setzen, um spätere Nachrüstpflichten zu vermeiden.
- Übergangsfristen hängen u. a. von der kommunalen Wärmeplanung ab. Für Freiburg ist hier der 30.06.2026 relevant.
- sollten jetzt noch fossil betriebene Heizungen eingebaut werden gilt bis zum 30.06.2025 die 15% Regel aus dem EWärmeG in Baden-Würtemberg. Heizungen, die danach eingebaut werden, müssen die 65% Regel erfüllen.

Was gilt bei Wohnungseigentümergemeinschaften?
Vor dem Tausch: Analyse & Beratung
Bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) mit dezentralen Heizsystemen gelten besondere Regeln. Sollte die erste Heizung im Gebäude getauscht werden müssen ist die WEG verpflichtet:
- eine Wohnungseigentümerversammlung einzuberufen
- ein Konzept für eine zentrale/dezentrale Lösung zu suchen
- für die Entscheidung hat die WEG fünf Jahre Zeit
- sollte es weiterhin bei einer dezentralen Lösung bleiben, so müssen alle auszutauschenden Heizungen sofort die 65% Regel einhalten
- sollte sich die WEG für eine zentrale Lösung entscheiden, so hat die WEG weitere acht Jahre Zeit für die Umsetzung dieser Lösung
Bei einer zentralen Lösung hat die WEG also 13 Jahre nach dem ersten Austausch Zeit eine Lösung zu finden.
Bevor eine neue Heizung ausgewählt wird, sollten Sie:
Gebäudezustand prüfen
- Wie hoch ist der Wärmebedarf?
- Sind Dach, Fassade oder Kellerdecken gedämmt?
- Sind Heizkörper und Rohrleitungen geeignet für moderne Systeme?
Energieberatung nutzen
Eine Energieberatung hilft, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und die passende Technik auszuwählen. Außerdem erhalten Sie Informationen zu Fördermitteln.
Welche Heizung passt zu Ihrem Gebäude?
Viele Systeme erfüllen heute die 65 %-Vorgabe. Je nach Gebäudestand kann Folgendes sinnvoll sein:
Wärmepumpe
- Ideal bei gut gedämmten Gebäuden oder großen Heizflächen
- Im Bestand Prüfung der Voraussetzungen erforderlich (Heizwärmebedarf, Wärmeverteilung)
- Sehr energieeffizient
- Oft beste zukunftssichere Lösung
Fernwärme
- Wenn verfügbar, meist unkomplizierte und klimafreundliche Lösung
Biomasse / Pelletheizung
- Fossilfrei, aber höhere Platz- und Wartungsanforderungen
Wichtige Schritte beim Austausch
- Ziele klären – Kosten senken? CO₂ reduzieren? Gesetzliche Vorgaben erfüllen?
- Gebäude und Heizungssystem prüfen – Energieberatung nutzen.
- Passende Heiztechnik auswählen – mit Blick auf Zukunftssicherheit.
- Förderung vor Beginn beantragen – sonst verliert man Zuschüsse.
- Fachgerechte Installation – inkl. hydraulischem Abgleich.
- Einstellungen optimieren – Verbrauch prüfen, Heizung feinjustieren.
So läuft der Heizungstausch richtig
Mit einer strukturierten Planung, einer fundierten Energieberatung und der richtigen Technik machen Sie Ihr Haus im Bestand energieeffizient, zukunftssicher und förderfähig.
Wenn Sie eine neue Heizung planen, unterstütze ich Sie gern von der Analyse bis zur Umsetzung.
Kontaktieren Sie mich jetzt unter 0761 88785902 oder mail@freiburg-energieberatung.de für ein unverbindliches Erstgespräch, oder buchen Sie direkt einen kostenlosen Erstberatungstermin.
Zurück zur Übersicht

